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Bericht

 

Rabig!!!!! Spaßig!!!!! Gut!!!!!

Der Stamm der Raben auf Sommergroßfahrt in Slowenien

 

Tolles Wetter, kein Regen, im Prinzip alles recht flach, super Wanderwege - so hatten wir uns Slowenien als Fahrtengebiet vorgestellt. Es sah nach einer problemlosen, da gut durchgeplanten Fahrt aus. Doch unsere Erwartungen sollten nicht alle in vollem Maße erfüllt werden.... 

Die Abfahrt vom Freiburger Hauptbahnhof am 31.7.’02 um 7:55 Uhr verlief noch ohne größere Schwierigkeiten. Doch schon knappe elf Stunden später, an der Slowenischen Grenze, wurde unsere komplette Routenplanung komplett über den Haufen geworfen. Eine Teilnehmerin, deren Namen wir hier aus Diskretion nicht nennen wollen, hatte doch tatsächlich ihren Personalausweis vergessen und wurde deshalb vom Slowenischen Grenzschutz abgewiesen! Daraufhin musste Hannah (o nein, jetzt haben wir’s doch gesagt ;-)...) zusammen mit einem volljährigen Begleiter zurück nach Villach(kurz vor der Österreichisch-Slowenischen Grenze) fahren, was zwei unserer drei Fahrtengruppen drei lange Tage des Wartens bescherte. Als der Ausweis dann per Eilpost von Mami nachgeschickt worden war, mussten wir feststellen, dass wir auf Grund dieser Verzögerung unsere geplanten Routen nicht mehr bewältigen konnten. Soviel zum Thema „problemlos und durchgeplant“! Nachdem dann für beide Gruppen neue Strecken gefunden worden waren konnte es dann endlich losgehen! 

Aber nun zurück zu unseren Erwartungen:

>Tolles Wetter - toll ja, wobei das ‘toll’ wohl eher im Sinne von ‘tollwütig’ zu verstehen ist. Bis auf die letzten zwei Tage verstrich kein Tag an dem es nicht mindestens einmal geregnet hatte. Teilweise hörte es zwar nach kurzer Zeit wieder auf, man konnte sich allerdings nie sicher sein, wie das Wetter sich innerhalb der nächsten halben Stunde entwickeln würde.

>Im Prinzip alles recht flach - Na ja, wenn man sich die recht zahlreich vorhandenen Berge und Täler weg denkt, kann man dieser Aussage durchaus zustimmen. An Höhenmetern hatten wir bestimmt keinen Mangel; bis hin zum 1800m hohen Sneznik, den die zwei oben erwähnten Gruppen dann auch erklommen, war alles dabei.

>Super Wanderwege - Im großen und ganzen traf dies auf unser Fahrtengebiet zu, nur manchmal waren die Wege leider nicht mehr als solch zu erkennen. So zum Beispiel, kurz vor dem Gipfel des oben genannten Berges, als die Markierung mitten auf einem Geröllhang angebracht war, der der Bezeichnung ‘Weg’ nicht im Geringsten nachkam.

Aber abgesehen davon ist Slowenien ein sehr schönes Land.

Die Leute sind sehr freundlich, und sofern man es schafft, sich mit ihnen zu verständigen, muss man kaum damit rechnen, abgewiesen zu werden. Wenn wir nach einem Schlafplatz oder nach Wasser fragten, halfen uns die Leute oder holten jemanden, der weiterhelfen konnte. Hatten wir dann, wonach wir gesucht hatten,  ging die Gastfreundschaft  erst richtig los. Wir wurden auf Tee, Bier oder einen selbstgebrannten Schnaps eingeladen,  wobei sich die  Slowenen immer wieder wunderten, warum wir 12-jährigen keinen Sliwowitz geben wollten!

Die Läden auf den Dörfern waren sehr gut ausgestattet, allerdings war es nicht immer einfach, überhaupt einen zu finden. Überhaupt war fast alles recht günstig, bis auf  - leider - Wurst und Käse. Und es gab keine Gummibärchen! Doch dafür konnte uns die schöne Landschaft Sloweniens entschädigen. Neben den oben schon erwähnten Bergen und Tälern gab es auch einige sehr schöne Tropfsteinhöhlen, von denen wir auch zwei besichtigten, darunter auch die Postojnska Jama, die als ‘Schönste der Welt’ gilt.

Dort trafen wir auch eine Gruppe Österreichischer Pfadfinder, mit denen wir einige lustige Spiele austauschten, während wir auf den Beginn der Führung warteten. Überhaupt trafen wir in Slowenien einige ‘Skautis’, wie sich die dortigen Pfadfinder nennen. Wir durften auch für die letzten zwei Nächte mit dem kompletten Stamm im Pfadfinderheim von Postojna übernachten, da der Platz, den wir für das Abschlusslager vorgesehen hatten unter Wasser stand.  

Drei Nächte vorher hatte eine unserer Fahrtengruppen noch auf dem Platz gezeltet, musste dies aber um vier Uhr nachts bereuen, als der nahegelegene Bach zu einem Fluss geworden war und nun auch mitten durch die Kohte floss.

Daraufhin durften wir in einer Turnhalle in Planina übernachten, wo wir unser gesamtes Zeug trocknen konnten.  Doch das war noch einer unserer normaleren Übernachtungsplätze, die einzelnen Fahrtengruppen haben von einer ehemaligen Militärschule über eine frisch gegüllte Wiese oder eine unter Wasser stehende Grotte bis zum Parkplatz vor einem Stundenhotel alles mitgemacht.

Fa(hrt)zit:

-->Die Fahrt war Rabig!!!!!Spaßig!!!!!Gut!!!!!

-->Wir werden in Zukunft immer einen Blanko-Personalausweis mitnehmen! ;-)

-->Schniposa rot-weiß 22 -273

-->...gute Wärme gibst du, Bruder Sliwowitz!

 

 

(c) Simson, Capura & SPoCK

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