Bundeslager 2005 bei Wolfsburg
27. Juli – letzter Schultag! Zeugnisse abholen und dann in vollen Zügen die Ferien genießen – oder etwa nicht? Ermöglicht durch eine Schulbefreiung sitzt der Freiburger Stamm der Raben schon um 6.00 Uhr morgens im ICE nach Stuttgart, um von dort aus den Sonderzug nach Wolfsburg zum Bundeslager des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) zu nehmen. Dort treffen sie auf über 5000 Gleichgesinnte aus ganz Deutschland, mit denen sie dieses vierjährige Veranstaltung zu einem Erlebnis erster Klasse machen wollen. Nachdem die für die dt. Pfadfinder typischen Schwarzzeltkonstruktionen sich zu einer kleinen Stadt zusammengefügt haben, findet gleich am nächsten Mittag auf der Eröffnungsveranstaltung der Einstieg in das diesjährige Thema statt: Die versunkene Stadt Vineta ist aufgetaucht, um der von Problemen gebeutelten Welt vorzuleben, wie man in aller Vielfalt und Fülle ein glückliches Dasein miteinander führen kann. Dies wird, nachdem der Lagerleiter Moses (Dr. Roland Baetzel) das achte Bundeslager offiziell eröffnet hat und die Bürgermeisterin von Wolfsburg, sowie die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, ihre Ansprachen gehalten haben, in den nächsten acht Tagen in neun Unterlager gegliedert mit buntem Programm umgesetzt werden. Unser Unterlager Quadriga beschäftigte unsere Programmteilnehmer bunt uns interessant in den vier Themenbereichen Kultur, Politik, Sport und Gesundheit, die gleichzeitig die vier Säulen unseres „Stadtviertels“ darstellten.
Die Älteren unter uns waren unterdessen voll auf damit beschäftigt zu kochen, Programm vorzubereiten, diverse Leitertreffen und Infozelte (z.B. zur Pfadfindergeschichte oder zur Bundesinitiative gegen Sexualisierte Gewalt „intakt“) zu besuchen und alte Freunde wieder zu treffen. Auch ein lagereigener „Supermarkt“, eine Zeitung und diverse Cafés konnten die Lagerteilnehmer genießen. Und auch die sanitäre Versorgung durch die gut ausgestatteten Waschzelte, sowie ein direkt angrenzendes Freibad, das in diesen Tagen wohl die größten Umsätze aller Zeiten machte, gestalteten das Lagerleben angenehmer.
So verlebten wir zehn tolle Tage, machten zwei Ausflüge in die Umgebung und konnten viele neue Freunde kennen lernen aus ganz Deutschland und auch aus den 22 Gastnationen von Neuseeland über Mazedonien bis Norwegen, vor allem aber natürlich aus England, woher unsere elfköpfige Mädchengastsippe stammte, mit der wir auf unserem Lagergrund während des Bundeslagers lebten.
Nach zehn Tagen wähnten wir unser Ziel erreicht und nach einer imposanten Abschlussveranstaltung hieß es Abschied nehmen von alten und neuen Freunden und ab in den Sonderzug mit vielen neuen Eindrücken zurück nach Freiburg.
Doch wir wissen: Das nächste „BuLa“ kommt bestimmt in 4 Jahren!
Capura, Dumboo, Simson






